Herbst 2021

Was zählt? – Eine Frage steht im Raum

Das Videomagazin „Was zählt? – Eine Frage steht im Raum“ berichtet über die Aktionsforschung der Agentur für unschätzbare Werte. Die Beiträge in diesem Magazin drehen sich um unsere Expeditionen zur Aussicht auf ein gutes Leben.

Wo nur als wertvoll gilt, was gerade verwertbar erscheint, da gibt es keine Aussicht auf ein gutes Leben. Darum fragen wir nach einer anderen Kultur im Umgang zwischen den Menschen und mit dem Leben auf der Erde insgesamt

Präsentiert wird das Magazin am 22. September 2021 um 19:00 Uhr im Kulturzentrum franz.K in Reutlingen. Einladung

Frühling und Sommer 2021

Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei? – Infotermine

Wo nur als wertvoll gilt, was sich gerade verwertbar erscheint, dort fehlt es an Wertschätzung. Das betrifft den unschätzbaren Wert jedes einzelnen Menschen und den unschätzbaren Wert des Lebens insgesamt.

Was zählt eigentlich wirklich? Wie wäre wohl eine Geschichte, die davon erzählt? Wie wäre ein Museum über mich? Und ein Museum über uns? Wie gestalten wir unsere Welt in der Welt? Was brauchen wir für eine gute Zukunft? Wie finden wir Zugang zu diesen Dingen? Wie (er)finden wir ein gutes Umfeld? Wodurch kommen wir zu einer wertschätzenden Kultur? Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

Die Agentur für unschätzbare Werte stellt Fragen in den Raum und macht eine Forschungs- und Bildungsreise durch den Raum und die Zeit.

Mit filmischen Mitbringseln erzählt Harald Sickinger von einer Expedition zur Aussicht auf ein gutes Leben, von einem Kulturbetrieb für andere Perspektiven und von einem etwas anderen Bildungsprozess.

Termine: 9. Mai, 12. Juni, 4. Juli, 14. August und 5. September 2021 jeweils um 16 Uhr je nach Lage online oder im Schaffwerk in der Gönninger Straße 112 in Pfullingen.

Nähere Informationen und Anmeldung: harald.sickinger@unschaetzbare-werte.de, 0151 10710576.

Unser Projekt ANDERE PERSPEKTIVEN!? wurde im Zeitraum April 2018 bis März 2021 von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Seit April und bis September 2021 unterstützt der Fonds Soziokultur das darauf aufbauende und weitergehende Projekt Was zählt? – Eine Frage steht im Raum.

Winter 2020 / 2021

Wie können wir dem Erinnern Raum geben?

„Wie können wir dem Erinnern Raum geben?“ heißt eine multimediale Ausstellung mit ausgewählten Aktions-Forschungs-Erfahrungen der Agentur für unschätzbare Werte in Kooperation mit dem Kunstmuseum Reutlingen, die wir im Pfullinger Schaffwerk zusammengestellt haben. Unter anderem erinnert hier eine Figur aus dem Kunstprojekt „Grafeneck 10654“ an einen Menschen, der ermordet wurde, weil man sein Leben als „lebensunwert“ erachtet hatte.

Solche „Erinnerungs-Stücke“ verwenden wir künftig zusammen mit anderen „Aktions-Forschungs-Mitbringseln“ als Material für ein Bildungsprogramm der etwas anderen Art. Der Arbeitstitel dieses Programms lautet „Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?“. Weitere Informationen folgen.

Herbst 2020

ANDERE PERSPEKTIVEN!? Eine Expedition zur Aussicht auf ein gutes Leben

Wo nur als wertvoll gilt, was sich in Geld verwandeln lässt, dort fehlt es an Wertschätzung. Da gibt es gibt keine Aussicht auf ein gutes Leben. Vor diesem Hintergrund erkunden, entwickeln und vermitteln wir andere Perspektiven im Blick auf unsere Geschichte, im Blick uns selbst und im Blick auf die Welt. Unser Projekt ist eine Expedition durch Raum und Zeit. Dabei wirken auch Menschen mit, die in der heutigen Gesellschaft behindert werden. Wir stellen Fragen in den Raum und machen Aktionen, damit sich etwas ändert. Wie ist die Lage? Was ist geschehen? Was brauchen wir für eine gute Zukunft? Wie können wir Zugang zu diesen Dingen finden? Mit Bildern, Filmaufnahmen und Texten berichten wir von unserer Aktions-Forschung in Pfullingen, in Reutlingen und im Biosphärengebiet Schwäbische-Alb.

Am 6. November 2020 um 11 Uhr berichten Franziska Schiller und Harald Sickinger im Freien Radio Wüste Welle über unsere Expedition zur Aussicht auf ein gutes Leben.

Die eigentlich für 17. November 2020 geplante Multi-Media-Präsentation im Reutlinger Kulturzentrum franz.K müssen wir wegen der Corona-Pandemie leider auf einen Termin verschieben. Weitere Informationen folgen.

ANDERE PERSPEKTIVEN!? ist ein Projekt der Agentur für unschätzbare Werte in Kooperation mit Partner*innen in verschiedenen Handlungs-Feldern und wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung.

Sommer 2020

Gut leben – Eine märchenhafte Vorstellung

Das Märchen „Die Steinsuppe“ erzählt, wie ́s richtig gut wird,wenn nicht alle nur ihr eigenes Süppchen kochen. Am Ende haben alle was davon. Gut leben – Eine märchenhafte Vorstellung mit Märchen, Suppe, eigenen Geschichten und einigen Fragen… am Donnerstag, den 16. Juli war am WennfeldHaus, Eisenhutstraße 50 in Tübingen eigentlich eine kleine Aktion geplant, die wir nun leider wetterbedingt absagen mussten. Ankündigung GUT LEBEN 16. Juli 2020

Nichtsdestotrotz forschen wir weiter: Was braucht man eigentlich für ein gutes Leben? „Genug Geld für alle“, hat ein Passant auf der Straße gesagt. „Und sonst für ein gutes Leben?“, fragten wir. „Zum Essen, zum Trinken, Freunde, wo man´s gute Leben teilen kann“, meinte unsere Mit-Forscherin Angelika Lotterer:

„Freundschaft ist eine Sache, die kann man nicht zahlen. Von denen gibt´s leider viel zu wenig“, erklärte ein Reutlinger Stadtgärtner, dem wir bei einer unserer Expeditionen begegnet waren:

Wodurch entsteht eigentlich ein freundliches Umfeld? In den letzten Jahren haben wir viele Fragen gestellt und Erfahrungen gesammelt. Jetzt entwickeln wir ein Bildungsprogramm und multimediale Bildungsmaterialien und Inszenierungen, um unsere Erfahrungen weiter zu vermitteln. Wir geben dem Erinnern Raum, wir versuchen unsere Zeitmaschine neu einzustellen, wir arbeiten am Bau einer Wertschätzerei und am Aufbau einer Kooperative für andere Perspektiven. Zur Orientierung brauchen wir dabei eine Vorstellung vom guten Leben. Es ist eine märchenhafte Vorstellung, die da gerade entsteht. Eins der Märchen handelt von vier Tieren. Die schienen keinen Wert (mehr) zu haben, in einer Welt, wo nur als wertvoll galt, was gerade verwertbar erschien. Der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn machten sich gemeinsam auf den Weg, um ein besseres Leben zu finden.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse unserer Aktions-Forschung für andere Perspektiven werden wir im Herbst präsentieren. Weitere Informationen folgen.

Frühling 2020

Was ändern?

Wo wollen wir eigentlich hin? Wie stellen wir uns eine gute Zukunft vor? Was wäre dann anders? Wie machen wir uns eine Vorstellung von diesen Dingen? Wir machen das jetzt zum Beispiel auch im Französischen Viertel in Tübingen. Hier schlagen Bewohner*innen jeweils montags Krach für Veränderungen im Gesundheitsbereich. Dazu hat das Tübinger Bündnis für mehr Personal in unseren Krankenhäusern aufgerufen. Harald Sickinger war bei den ersten Aktionen dabei und hat nach Zukunftsperspektiven gefragt:

Manchmal braucht es Mut, damit sich etwas ändert. Im April vor 75 Jahren haben Frauen in Pfullingen bei Reutlingen den Nazis ihre Gefolgschaft verweigert. Sie wollten nicht, dass es in den letzten Kriegstagen noch mehr Tote gibt. Darum beseitigten sie die für den letzten Kampf aufgebauten Panzersperren und verjagten den Ortskommandanten der Nazis. Eine der Frauen ging den anrückenden französischen Soldaten im weißen Kleid entgegen. Unsere Aktions-Forschungs-Geschichte beginnt in  einem geschichtsträchtigen Haus. Hier erkunden, entwickeln und vermitteln wir andere Perspektiven:

Winter 2019 / 2020

Eine Frage der Geschichte

Der Ausgangspunkt unserer Aktions-Forschungs-Geschichte liegt in einem alten Haus in Pfullingen. Hier gibt es viele Gegenstände aus früheren Zeiten. Einige benutzen wir für den Bau einer Zeitmaschine. Wir versuchen uns ein Bild von der Vergangenheit zu machen. Vielleicht finden wir so auch heraus, wie es in Zukunft gut weitergeht.Durch ein altes Familienfoto stoßen wir auf die Geschichte einer Frau, von der wir bisher noch kein Bild haben. Ihre Geschichte lag lange im Dunkeln. In der Gesellschaft, in der sie lebte, wurde ein Leben wie ihres als „lebensunwert“ betrachtet. Die Frau wurde ermordet, genau wie 10653 andere Menschen, im Jahr 1940, in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb (siehe Video):

Am 4. Februar 2020 um 20 Uhr zeigen wir im Kulturzentrum franz.K Reutlingen einen Aktions-Forschungs-Film und Installationen zum Thema Dem Erinnern Raum geben. Entstanden sind diese in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Reutlingen und mit dem Kulturbetrieb Schaffwerk in Pfullingen.

Die Veranstaltung steht im Rahmen der Reutlinger Reihe zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar. An diesem Tag laden wir um 18 Uhr zum gemeinsamen Gedenken im Spitalhof Reutlingen ein.

Herbst 2019

Auf dem Weg in die Zukunft

Mit unserer Zeitmaschine sind wir jetzt öfter mal im Reutlinger Wohngebiet Orschel-Hagen unterwegs. Manche von uns wohnen hier gerade und immer da, wo wir gegenwärtig sind, machen wir uns auch ein Bild von der Vergangenheit und reisen in die Zukunft. Das sieht man im folgenden kurzen Videoausschnitt mit Franziska Schiller, Harald Sickinger und Eugen Blum (von links nach rechts);

In der Nachbarschaft berichten wir jeweils am ersten Freitag jedes Monats zwischen 10 Uhr und 11:30 Uhr mit „Geschichten von unterwegs“ über unsere Aktion-Forschung. Hierbei zeigen wir Filmaufnahmen von unseren Expeditionen. Diese monatliche Veranstaltung findet im Kulturpark Reutlingen-Nord statt. Interessierte können sich bei Harald Sickinger anmelden. Kontakt: harald.sickinger@unschaetzbare-werte.de.

Wir erforschen, was uns stärkt und was unser Leben wertvoll macht. Dabei sind wir oft mit Kamera und Mikrofon unterwegs. Unsere Erfahrungen geben wir bei vielen unterschiedlichen Gelegenheiten weiter. Der Tag der Teilhabe am 19. Oktober in Münsingen war z.B. so eine Gelegenheit. „Gut leben? Eine Frage der Wertschätzung“ hieß unser Beitrag an diesem Tag. In der Mittagspause haben Thomas Geprägs, Franziska Schiller und Harald Sickinger einige Mitwirkende der Veranstaltung interviewt. Uns interessiert nämlich, wie eine gute Zukunft aussehen könnte:

Sommer 2019

Unser Ausgangspunkt: Der Mittelpunkt der Erde

Der Ausgangspunkt unserer Aktions-Forschung liegt im Schaffwerk in Pfullingen. Vor einigen Jahren hat Peter Kramer hier den Mittelpunkt der Erde entdeckt. Im folgenden Videoausschnitt sieht man unseren Aktions-Forschungs-Kollegen Rolf Rathfelder am Mittelpunkt der Erde:

Bei unseren Expeditionen auf den Spuren unschätzbarer Werte machen wir die Erfahrung, dass eigentlich jeder Mensch seinen eigenen Mittelpunkt der Erde hat. Angelika Lotterer und Rolf Rathfelder haben ihre Mittelpunkte in Reutlingen gefunden Das sagen sie im folgenden Videoausschnitt:

Ausgehend von unserem jeweiligen Mittelpunkt erkunden wir die Schätze der Kultur und die Schätze der Natur. Dabei entdecken wir viele Wunder der Erde. Die gibt´s eigentlich überall – zum Beispiel auch in Reutlingen:

Direkt beim Mittelpunkt der Erde starten unsere Sommer-Veranstaltungen im Pfullinger Schaffwerk. An jedem dritten Sonntag im Monat laden wir hier zu einem Rundgang durch das Haus der unschätzbaren Werte und jeweils am dritten Freitag können sich Interessierte bei einem Info-Treff über unser Projekt ANDERE PERSPEKTIVEN informieren. Am ersten Freitag jedes Monats berichten wir im Kulturpark Reutlingen-Nord mit „Geschichten von unterwegs“ über unsere Aktions-Forschung. In einem Artikel aus dem vergangenen Jahr erfährt man mehr über diese regelmäßige Veranstaltung. Der Artikel findet sich auf den Seiten 4 und 5 in der Zeitschrift Überblick vom August 2018.

Frühling 2019

Was zählt?

Wie kann man den Wert von etwas beschreiben, was sich nicht messen, zählen oder (in Geld) aufwiegen lässt? Dem gehen wir nach. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise ein Video zum 10jährigen Jubiläum eines Reutlinger Kulturzentrums entstanden. Der folgende Clip zeigt kurze Ausschnitte aus diesem Video mit dem Titel „franz.K – eine Wertschätzerei“: