Anfang 2024

Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors

am 27 Januar 2024, 17 Uhr in den Wandel-Hallen (1.OG) des Kunstverein Reutlingen, Eberhardstraße 14, Reutlingen

Seit der Einführung des bundesweiten Gedenktags 1996 lädt eine Gruppe von zivilgesellschaftlich engagierten Personen und Institutionen in Reutlingen jährlich zum Gedenken ein. Im Zentrum des Gedenkens 2024 steht die Opfergruppe der sogenannten „Asozialen“, die erst 2020 eine Anerkennung als Opfergruppe durch den deutschen Bundestag erfahren hat.

Schüler*innen der Geschichts-AG des Kepler-Gymnasium stellen Lebensgeschichten einzelner Verfolgter aus dem Raum Reutlingen vor. Neben Wissensvermittlung zur Opfergruppe gibt ein kreativer Beitrag Einblick in die schon in den damaligen Schulbüchern vermittelte Ideologie der NS-Zeit, um sich dann Hoffnungsbildern zuzuwenden. Das Gedenken wird gerahmt von Musik und schließt mit einer kurzen christlichen Liturgie.

Die Veranstaltung ist auch für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich.

Herbst 2023

„dazwischen : funken“ am 15. 11. um 19 Uhr im Kulturzentrum franz.K

„dazwischen : funken“, so heißt das etwas andere „Weltraumforschungsprogramm“ der Agentur für unschätzbare Werte.
Dabei wirken auch Menschen mit, die in unserer Welt, wie sie jetzt ist, durch unangemessene Wertmaßstäbe behindert werden.
Was wir bei unserer Aktionsforschungsreise durch den Raum und die Zeit erfahren haben, berichten wir mit Audio- und Videoaufnahmen von unterwegs.
Die erste Episode dreht sich um die Frage „Wie kommen wir zu einer menschlichen Kultur?“ und wird am 15. 11. 2023 um 19 Uhr im Reutlinger Kulturzentrum franz.K präsentiert.
Im Anschluss an die Präsentation gibt es in der „unschätzBAR“ etwas zu trinken, Raum zur angeregten Kommunikation und die Möglichkeit, Druck zu machen für ein gutes Leben (z. B. mit der fahrbaren Druckerei von Kerstin Rilling vom Kunstmuseum Reutlingen).

Bei dieser Veranstaltung gibt es auch Informationen zu unserem neuen Projekt „Meine Welt in der Welt“ (gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung).

Für alle, die vorab schon mehr über unser Programm lesen möchten, gibt es hier einen Text über die „dazwischen : funken“ – Vorgehensweise.

Sommer 2023

  • Dem Erinnern Raum geben

Was ist Dir wirklich wichtig? Im Lauf des Sommers schafft die Agentur für unschätzbare Werte im Pfullinger Schaffwerk immer mal wieder Gelegenheiten, dem Erinnern Raum zu geben.

Informationen dazu gibt es hier.

Frühling 2023

Entdecke die Wunder der Erde: Erste Sondierungen im Stadtteil Hohbuch / Schafstall

Im Zusammenhang mit unserem Aktionsforschungsprogramm dazwischen : funken erkunden wir die Wunder der Erde. Im Mai waren wir hierfür im Reutlinger Stadtteil Hohbuch / Schafstall zu ersten Sondierungen unterwegs. Was wir dabei bisher schon erfahren haben, wurde als 12minütiger Videobericht bei der Auftaktveranstaltung des Projekts „Wir für´s Quartier – Ein Stadtteilbüro für den Hohbuch“ am 26. Mai im Evangelischen Gemeindezentrum präsentiert.

Fortsetzung folgt.

Anfang 2023

dazwischen : funken

  • Es kommt darauf an, wie wir Menschen uns selbst, die Menschen um uns herum und unsere Umwelt insgesamt betrachten und behandeln. Je nachdem entstehen diese oder jene Perspektiven, diese oder jene Zukunftsaussichten.
  • Wo nur als wertvoll gilt, was gerade verwertbar erscheint, dort gibt es keine Aussicht auf ein gutes Leben. Da fehlt es an Wertschätzung für den unschätzbaren Wert jedes einzelnen Menschen und für den unschätzbaren Wert des Lebens auf der Erde insgesamt.
  • Davon ausgehend erkundet, entwickelt und vermittelt die Agentur für unschätzbare Werte andere Perspektiven. Das nennen wir Aktionsforschung. Dabei wirken auch Menschen mit, die durch unangemessene Wertmaßstäbe in unserer Gesellschaft behindert werden.
  • Unsere Aktionsforschung ist ein Erkundungs- Entwicklungs- und Vermittlungsprozess im Raum und in der Zeit.„dazwischen : funken“ heißt jetzt unser Programm, inklusive „unschätzBAR“ – Raum für angeregten Austausch.
  • Wer mehr erfahren will, findet hier einen einführenden Text.

Unser jetziges Programm basiert u. a. auf unseren Erfahrungen im Kooperationsprojekt „Kultur ohne Ausnahme“ (gefördert von Aktion Mensch), bei der Implementierung unserer Aktionsforschungswerkstatt für andere Perspektiven (gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung), bei unserer Inszenierung „Was zählt? – Eine Frage stellt im Raum“ (gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien / Fonds Soziokultur / Neustart Kultur) und wurde nun. gefördert von letzteren, im Programm „Profil Soziokultur“ weiter ausgearbeitet.

Informationen zu den genannten Teilprojekten: http://unschaetzbare-werte.de/agenturberichte/gesammelte-erfahrungen/

Winter 2022 / 2023

Agent*in im Gemeinwesen

Fragen und Probleme, die das Zusammenleben der Menschen im Sozialen Raum betreffen, werden in unserer Gesellschaft allzu oft individualisiert. Das betrifft auch den Umgang mit den großen sozialen und ökologischen Krisen, die gegenwärtig das Zusammenleben von uns Menschen auf der Erde bedrohen.

Vor diesem Hintergrund hat die Agentur für unschätzbare Werte in Kooperation mit dem Kreisjugendring Esslingen und mit der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg / Campus Reutlingen eine Weiterbildung entwickelt, die Strategien zur kollektiven Bearbeitung von kollektiven Problemen aus dem Handlungsrepertoire der Gemeinwesenarbeit mit partizipativer Aktionsforschung für nachhaltige Gemeinwesenentwicklungen verbindet.

Ziel dieser Weiterbildung ist es, mit 16 Fachleuten aus der Kinder- und Jugendarbeit bzw. damit verbundenen Arbeitsfeldern professsionelle Standpunkte, Haltungen, Wissensbestandteile und Vorgehensweisen zu erarbeiten, die ihnen helfen, als „Agent*innen im Gemeinwesen“ zusammen mit Expert*innen aus eigener Erfahrung die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen zu erkunden, zu thematisieren, ggf. zu problematisieren, mit den Perspektiven anderer Bewohner*innen bzw. des Gemeinwesens insgesamt zu verbinden sowie Interventionen zu kreieren, die andere Ansichten und bessere Aussichten für ein gutes Leben vermitteln. Damit sind sowohl die Zukunftsaussichten der Kinder und Jugendlichen im lokalen Gemeinwesen gemeint, als auch die Aussichten auf ein gutes Leben für alle heutigen und zukünftigen Menschen auf der Erde.

Bewerbungen sind noch bis 31. Januar 2023 möglich. Die Weiterbiildung startet im April 2023. Weitere Informationen: Konzept, Kurzübersicht.

Verbunden ist die all das mit unsererer Aktionsforschung rund um die „Soziale Arbeit auf dem Weg zur Aussicht auf ein gutes Leben. Eine Aktionsforschungsskizze hierfür entstand in unserem Entwicklungsprozess „Die Kooperative für andere Perspektiven“, der 2022 vom Fonds Soziokultur gefördert wurde.

Herbst 2022

Auf dem Weg zur Aussicht auf ein gutes Leben

Am 2. November 2022 um 19 Uhr präsentieren wir im Rahmen der Veranstaltung ANDERE PERSPEKTIVEN unser Aktionsforschungsprogramm „dazwischen : funken“ und „die unschätzBAR – Raum für angeregten Austausch“. Gefördert wird die Entwicklung dieser neuen Formate vom Fonds Soziokultur.

Sommer 2022

unschätzbar

Wo nur als wertvoll gilt, was gerade verwertbar erscheint, dort gibt es keine Aussicht auf ein gutes Leben. Da fehlt es an Wertschätzung. Das betrifft den unschätzbaren Wert jedes einzelnen Menschen und den unschätzbaren Wert des Lebens insgesamt. Davon gehen wir aus. Davon ausgehend stellen wir Fragen in den Raum und machen Aktionen, damit sich etwas ändert. Dabei wirken auch Menschen mit, die auf dem Weg zur Aussicht auf ein gutes Leben behindert werden. Was wir bei unserer Aktionsforschung erfahren, präsentieren wir ab 2023 im Rahmen unseres neues Veranstaltungsformats „unschätzBAR“ und in unserem neuen Multimediamagazin „dazwischen : funken“. Daran arbeiten wir zur Zeit – forschend und gestaltend. Wir fragen zum Beispiel „Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?“ und wir machen Druck für ein gutes Leben. Dabei kommt auch die mobile Druckwerkstatt des Kunstmuseums Reutlingen zum Einsatz.

Gefördert wird die Entwicklung des Veranstaltungsformats „unschätzBAR“ und des Magazins „dazwischen : funken“ im Rahmen des Organisationsentwicklungsprozesses Die Kooperative für andere Perspektiven vom Fonds Soziokultur.

Sommer 2022

Nachhaltige Gemeinwesen-Enwicklung

Wenn wir nachhaltige Gemeinwesen-Entwicklung als einen Prozess verstehen, bei dem es darum geht, allen heutigen und allen zukünftig lebenden Menschen die Aussicht auf ein gutes Leben zu ermöglichen, in wiefern und wodurch können professionelle Sozialarbeiter*innen dann Agent*innen für nachhaltige Gemeinwesen-Entwicklung sein oder werden? Dieser Leitfrage gehen wir gegenwärtig bei Erkundungen u. a. in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Esslingen und mit der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg / Campus Reutlingen nach. Von diesen Erkundungen erhoffen wir uns u.. a. Hinweise für die Entwicklung einer Weiterbildung für Sozialarbeiter*innen, die im kommenden Frühjahr starten soll.

Das Thema „nachhaltige Gemeinwesen-Entwicklung“ steht auch im Zentrum unserer Multimedia-Präsentationen am 29. Juni im Rahmen der Reihe „Treff Soziale Arbeit“ auf der Hopfenburg in Münsingen und am 9. Juli im Rahmen einer MitmachWerkstatt des Vereins RegiNa in der Zehntscheuer in Münsingen

Frühling 2022

Zusammenschaffen

In den Holzboden in einer Stube in dem alten Haus, in dem und mit dem wir in den letzten Jahren viel gearbeitet haben, sind einige konzentrische Kreise geritzt. Im Zentrum dieser Kreise befindet sich der Mittelpunkt der Erde. Das zumindest meinte jener Mensch, von dem dieses Werk stammt und der aus diesem, seinem Haus in den Jahren vor seinem Tod etwas machte, was manche für nutzlos oder sogar verrückt und andere für ein Gesamtkunstwerk halten (siehe: Aktionsforschungsarbeit „Das Erbe“).

Wo ist eigentlich mein Mittelpunkt der Erde? Wo ist mein Standpunkt? Und Deiner? Ihrer? Unserer? Von welchem Ausgangspunkt gehen wir eigentlich aus? – So fragend führten unsere Aktionsforschungsexpeditionen von der Perspektive dieses Kulturschaffenden und von seinem Haus und von seiner Welt zu meiner Welt und zu Deiner Welt und zu Ihrer Welt und zu unserer Welt in der Welt und zu unseren Perspektiven als Menschen und als Menschheit im Rahmen der Bedingungen, die wir für ein gutes Leben brauchen.

Zum Beispiel brauchen wir einen angemessenen Rahmen, in dem wir uns selbst bzw. unsere eigene Welt stimmig präsentieren und in dem wir als Kulturschaffende diesen Rahmen selbst mitgestalten können. In dieser Hinsicht wollen wir den Rahmen unserer Arbeit bzw. unsere Organisationskultur-, struktur- und -praxis nun weiter verbessern. Wie können wir unsere Aktionsforschung so weiter entwickeln, dass wir weiter den Leitideen unserer Expeditionen zur Aussicht auf ein gutes Leben folgen und zugleich im Hier und Jetzt so leben und zusammenschaffen, dass jeder Mensch auf seine eigene Art und mit seinem eigenen Tempo dabei sein, weiter gehen bzw. weiter fahren oder auch verweilen, nach seinen eigenen Bedürfnissen bzw. Interessen teilhaben und mit seinen eigenen Stärken teilgeben kann? Wie können wir einen angemessenenen Rahmen schaffen, durch den jede Person als sie selbst, mit den anderen verbunden, in eine gemeinschaftliche Kultur der wechselseitigen Sorge eingebunden, zugleich Kulturerlebende und auch Kulturschaffende sein kann.

Wie können wir unsere Kulturarbeit und unsere Kooperative für andere Perspektiven in diesem Sinne weiter gehen, fahren, wachsen und gedeihen lassen? Was kann dabei selbstläufig weiter laufen? Wobei können welche Selbstorganisationsprozesse weiter helfen? Wofür braucht es welche Leitung? Was heißt das alles für die Organisation unserer Aktionsforschung und unserer Kulturarbeit für andere Perspektiven? Wie finanzieren wir das? Das sind unsere Organisationsentwicklungsfragen. Gefördert wird unser Organisationsentwicklungsprozess vom Fonds Soziokultur und wir greifen dabei auch auf unser vom Biosphärengebiet Schwäbische Alb gefördertes Konzept für die Entwicklung eines Kulturbetriebs für andere Perspektiven zurück: Konzeption Kulturbetrieb SchaffwerkArtikel im Reutlinger Generalanzeiger im Januar 2022.