Unsere Welt in der Welt - Eine Art Gesellschaftsspiel (2026)
Hin- und herschwingend zwischen weitwinkligen Aufnahmen vom Weltall her und Aufzeichnungen von dem, was es dort, wo wir gelandet sind, für ein gutes Leben gibt bzw. braucht – von den Standpunkten dieser und jener Menschen aus betrachtet – haben wir begonnen, unsere Welt(en) in der Welt als eine Art Gesellschaftsspiel zu verstehen und Spielräume für Interventionen zu finden bzw. zu erfinden.
Um die in unserer Gesellschaft vorherrschende Beziehungsweise im Umgang mit unschätzbaren Werten zu verändern, erforschen wir, wie welche Beziehungen wen bzw. was verbinden oder trennen und welche gesellschaftliche Positionen dadurch wem zugewiesen werden. Wir fragen auch nach unseren eigenen Rollen als gesellschaftliche Akteur*innen und danach, wie wer wo als Agent*in für unschätzbare Werte bzw. solidarische Beziehungen ins Spiel kommen könnte.
Wir wäre es, unsere Beziehungen spielen zu lassen? Wie wäre es, als Expert*in aus eigener Bezie-hungserfahrung einzusteigen und / oder als Sachverständige*r für bestimmte soziale, ökonomi-sche bzw. ökologische Beziehungen? Wie wäre es, von da aus als Spezialagent*in weiterführende Verbindungsmöglichkeiten im jeweiligen Umfeld zu erkunden und zu vermitteln und / oder als Generalagent*in bzw. Aktionsforscher*in für angemessene(re) Verhältnisse im Großen und Ganzen zu intervenieren?
Wie wäre es, unsere Probleme in den Beziehungen mit uns selber, miteinander und mit unserer Umwelt in weitere Zusammenhänge zu stellen? Wie wäre es, Verknüpfungen herzustellen zwischen ansonsten getrennt gesehenen und bearbeiteten Beziehungs- bzw. Wertschätzungsfragen in vermeintlich getrennten Feldern, wie „Soziales“, „Ökonomie“ und „Ökologie“?
Ausgehend von der Erfahrung, dass Menschen systematisch diskriminiert, wie Abfall behandelt und ermordet wurden, nachdem ihr Leben einem reduzierten bzw. reduzierenden Kosten-Nutzen-Kalkül unterworfen und als „lebensunwert“ erklärt worden war, sowie ausgehend von Hinweisen, die darauf hindeuten, dass die Dominanz eines solchen Kalküls in unserer Gesellschaft sowohl im Verhältnis Mensch-Mensch als auch im Verhältnis Mensch-Umwelt insgesamt wesentliche Voraussetzungen des menschlichen Lebens bzw. Zusammenlebens auf der Erde zu zerstören droht, haben wir angefangen, dem Erinnern Raum zu geben und Betrieb zu machen für andere Perspektiven auf der Suche nach einer menschlich(er)en Kultur.
Wo nur als wertvoll gilt, was bzw. wer im instrumentellen Sinne verwertbar erscheint, da fehlt es an Wertschätzung für den unschätzbaren Wert jedes einzelnen Menschen und für den unschätzbaren Wert des Lebens bzw. des Zusammenlebens auf der Erde insgesamt. Davon gehen wir aus.
Schritt für Schritt und Umdrehung für Umdrehung ziehen wir weitere Kreise, stellen Forschungsgegenstände, -fragen, -erfahrungen und -erkenntnisse mit Bildern, Tönen und Texten aus unserem Aktionsforschungsarchiv in den Raum, verbinden diese Materialien mit weiterführenden Fragen, Beobachtungen, Interviews bzw. so oder so dokumentierten Forschungsaktionen.
So probieren wir aus, wie sich tiefgreifende Beziehungsprobleme, die unsere Welt in der Welt mehr und mehr in eine unmenschliche zu verwandeln drohen, ernsthaft und spielerisch forschend angehen lassen. So lässt unsere Weltraummission dort, wo wir gelandet sind, Forschungsstationen bzw. Spielräume zum Innehalten, Hinter- und Weiterfragen entstehen. Und so entsteht unser Multimediamagazin „dazwischen.funken“: Schritt für Schritt, Umdrehung für Umdrehung …
*** Multimediapräsentation „Unsere Welt in der Welt – Eine Art Gesellschaftsspiel“ – Kennwort: „dazwischen.funken“ *** Agent*innen im Projekt „Meine Welt in der Welt“ – Kennwort: „Teilgabe MWW“ (gefördert von der Baden-Württmberg Stiftung) *** Agent*innen im Gemeinwesen (multimedialer Aktionsforschungstext von 2024 rund um unsere gleichnamige Weiterbildung in Kooperation mit dem Kreisjugendring Esslingen und der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg / Campus Reutlingn ) **** Fotos in diesem Beitrag und maßgebliche Beiträge zur Weiterentwicklung unserer Arbeit seit 2025: Lilli Weinstein *** Aktionsforschung in der Verantwortung von Harald Sickinger. *** Fortsetzung folgt: dazwischen.funken *** Vorgeschichte -„Eugens Welt in der Welt“ (afuw 2021 – gefördert vom Fonds Soziokultur. Text und Sprechgesang: Eugen Blum. Musik: Frido Fischer und Kalle Hübel):



